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  • Silke Schenk-Roggensack

Stress lass nach…




Schön wäre es ja, wenn das einfach so passieren würde. Mal abgesehen von der Urlaubszeit, in der die äußeren Einflüsse quasi nicht vorhanden oder zumindest deutlich reduziert sind und alleine dadurch schon das Stressgefühl nachlässt. Ehrlich gesagt ist das im Alltag eher unwahrscheinlich, dass der Stress von ganz allein nachlässt. Okay – Wunder soll es ja hin und wieder geben. Darauf kann ich auch hoffen. Wenn ich nicht auf ein Wunder hoffen möchte, welche Möglichkeiten habe ich denn dann, mein Stressempfinden zu beeinflussen? Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, den persönlichen Umgang mit Stress zu verändern. Von aussen wird z.B. eine Aufgabe an mich herangetragen, ich gerate in eine bestimmte Situation. Dies nennt man in der Fachsprache den „Stressor“. Das kann ich erstmal nicht verändern. Diesen Stressor bewerte ich in meinem Inneren – bewusst oder oftmals auch unbewusst - und hier habe ich schon den ersten Ansatzpunkt, um einmal näher hinzuschauen. Wie bewerte ich diesen Stressor gerade aktuell? Ist es für mich eine Belastung oder doch eher eine Herausforderung? Meine persönliche Bewertung ist das „Gewürz“, was zum Stressor hinzukommt. Und je nachdem, wie ich es würze, so reagiert ganz automatisch mein Organismus. Darauf habe ich dann keinen Einfluss mehr. Besteht meine Gewürzmischung aus negativen Gedanken/Gefühlen und ich empfinde die Situation als Belastung, löst mein Organismus die für mich und meinen Körper typische Stressreaktion aus. Richtig gehört – für mich und meinen Körper typisch, denn diese ist bei jedem Menschen individuell. Genauso individuell wie die Bewertung einer Situation. Ich habe also hier schon die Chance, meine persönliche Bewertung der Situation zu reflektieren, in mich hineinzufühlen, wieso ich es genau auf diese Weise bewerte, was hindert mich vielleicht an einer anderen Bewertung, wie würde ich es lieber machen, wie machen es andere, wann und wo habe ich es schon mal anders gemacht, wie war das usw… Das kann ein erster Schritt in Richtung verändertem Umgang mit Stress sein. Es gibt jedoch noch viele zusätzliche Ansatzpunkte wie z.B. Selbstfürsorge. Wenn ich mich im Inneren ausgeglichen und in meiner persönlichen Balance fühle, kann ich meinen Alltag kraftvoll gestalten Auch hier gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, um zur inneren Ausgeglichenheit zu gelangen – zum Beispiel unterschiedliche Entspannungstechniken ausprobieren, um dann herauszufinden, was mir hilft, meine Energiequellen und Energieräuber aufspüren, Sport, Genusstraining, soziale Kontakte pflegen usw. Da schießt mir sofort der Gedanke in den Kopf: Da habe ich doch nicht auch noch Zeit für, ich bin doch sowieso schon so gestresst. Stimmt…

Im besten Fall sagt mir meine innere Stimme dann: Es gibt nichts, was sich nicht lösen lässt, wenn ich wirklich etwas verändern möchte. Ein tiefer Blick auf die Selbstorganisation könnte im ersten Schritt hilfreich sein. Wichtig ist, dass ich persönlich den wirklichen Willen habe, aus meiner Stressspirale aktiv herauszukommen und Lust darauf verspüre, Veränderung auszuprobieren. Das ist die beste Voraussetzung, damit ich mir meinen ganz individuellen Methodenkoffer zusammenstellen kann, der mir hilft eine gesunde Stressbalance im Leben zu haben.


Wenn ich mir das alleine nicht zutraue, habe ich hier einen Tipp: Versuch es doch mal mit Coaching! Um einen veränderten Umgang mit Stress zu verankern, kann es hilfreich sein, einen professionellen Begleiter an der Seite zu haben. Entweder im 1:1 Coaching oder auch im Gruppenseminar. Ich kann natürlich auch einfach weiter auf ein Wunder hoffen. Das Risiko dabei: Burnout nicht ausgeschlossen!


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